Eigentlich wollte er nur spielen

Gestern abend. Mausezahn und ich warten vor dem Aufzug. Tür öffnet. Frau Nachbarin und ihr kleines Hunderl, ein drahtiger Whippet, kommen zum Vorschein.“Guten Abend!“  Hunderl kommt schnurstracks auf Mausezahn zu und schnuppert. Praktischerweise befinden sich deren beider Nasen auf gleicher Seehöhe. Genau an dieser Stelle hätte die Geschichte enden sollen. So war es aber nicht.

Was auch immer das Hunderl in Mausezahns Gesicht gerochen hat, es hat ihn dazu veranlasst ihr mit 3 schnellen Bissen die Nase (oder mehr?) aus dem Gesicht operieren zu wollen. Ambulant. Mit einer ruckartigen Handbewegung kann ich sie noch knapp aus der Gefahrenzone bringen. Instinkt. Danke. Der Schreck hat uns in versteinerter Viersamkeit vor dem Aufzug erstarren lassen. 1000e Entschuldigungen kommen uns entgegen. Ich nicke. Mausezahn heult. Wir steigen ein. Ab.

Der Schock sitzt heute noch tief. Ich will mir gar nicht ausmalen was passieren hätte können. Mir liegt nichts daran Hundebesitzern Vorhaltungen zu machen.  Einzig meine Einschätzung, dass Hunde nach wie vor nicht 100 %ig einschätzbar und damit eine Gefahr sind wurde bestätigt. Kein Grund  zur Hysterie. Aber gesunden Respekt werden wir nun mehr denn je walten lassen. Die Hand an Mausezahns rückwärtigem Krawattl war zum Glück keine übertriebene Vorsichtsmaßnahme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.