foursquare & twitter in trauter Zweisamkeit?

„Location-Based social network-site“ wird der ortsabhängige Service auf Wikipedia definiert. Genau dieser sorgt bei einigen Twitterusern für Ärgernis in ihrer Timeline.

Worum geht es?

foursquare bietet einen Service an, der es Usern ermöglicht sich mittels GPS-fähigen Geräten in virtuellen Örtlichkeiten (Lokale, Ämter, Busstationen, whatever) einzuchecken, sprich: anzumelden. Sogleich erfahren alle Kontakte, die das foursquare-system nutzen, wo man ist. Das ganze garniert mit einem Zielerreichungssystem, in dem sogenannte Badges für besondere Leistungen (zb machen einen 25 Anmeldungen zu einem ‚Explorer‘ Wooohoooo!!) verliehen werden.

So weit so gut. Und twitter?


Aktuell ist es so gut wie jeder mobilen Applikation möglich einen Output an twitter zu senden. Um die ICH-AG zu promoten: „Schaut her, ich bin waaaahnsinnig interessant. Folgt mir!“ Falls das noch nicht reicht wird sogleich der aktuelle Punktestand im brandneuen Shooter (Spielegenre beliebig austauschbar) nachgeschickt. „Bin auch ein toller Hecht beim virtuellen Elfmeterschießen“ Oder so.

foursquare bietet dem Benutzer auch die Möglichkeit (sic!) an sich nach twitter mitzuteilen. Und genau da setzt die Kritik vieler user an: Sie fühlen sich belästigt von solchen Meldungen. Hannes F. befindet sich gerade im Kino XY. Sandra S. kauft gerade beim Billa ein und Michael L. befindet sich gerade auf der Autobahnrastatation.

So sieht eine Meldung von foursquare aus

Was tun?

Selbstverantwortung walten lassen. Auf beiden Seiten. Der Sender sollte sich bei jedem Status-Update, das er an seine twitter-Follower schickt, gut überlegen, ob er damit vielleicht hunderte Leute langweilt und ihnen ihre Timeline vollstopft. Es gibt ja durchaus Meldungen, die interessant sein mögen. Ich verkneif es mir einfach nicht aus St. Hanappi Nachricht zu geben. Viele meiner twitter-Follower sind fußballbegeistert und empfinden dieses Update nicht als Störung. So hoffe ich. Btw: ich bin mayor in St. Hanappi. Was bin ich doch gut!  Auch so ein Belohnungssystem.

Ich schweife ab. T’schuldigung. Wo war ich ….. ja, Selbstverantwortung. Natürlich bleiben die meisten Updates innerhalb von foursquare und haben bei twitter nix verloren.

Was aber hat bei twitter etwas verloren?

In meiner Timeline finden Meldungen verschiedensten Ursprungs und Absicht. Das macht es für mich auch so spannend. Es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Neue Menschen kennenzulernen! Dass dabei nicht jeder Tweet pulitzer-verdächtig ist liegt auf der Hand. Es ist ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Mit entbehrlichen Zwischenrufen.

An die Filter, fertig, los!

Gibt es eine Instanz, die entscheidet, was auf twitter „mitteilenswert“ ist? Ja natürlich! Ihr selbst! Ihr allein habt die Zügel in der Hand. Zumindest solltet ihr das.  Meiner Meinung nach sind Filtermöglichkeiten für die User die wichtigste Möglichkeit praxisgerecht mit dem Überschwall an Information aus twitter umzugehen. Leider haben noch nicht viele Clients Filtermöglichkeiten realisiert. Google kann helfen solche zu finden (zb Tweetdeck, Firefox).

Glaubt mir, es wird auf twitter noch einiges zukommen. Also wappnet euch schon jetzt.

 

Filtern via Tweetdeck

Es gibt also Lösungen. Auch, wenn ich für den Vorschlag der Filterung schon gescholten wurde. Ob ich denn auch Hundekackehasser des Landes verweisen würde, weil sie keine Hundekacke mögen. Hm. Auch da hab ich eine Lösung gefunden. Nämlich:

Follow me! oder auch nicht

Unfollow. Bittet foursquare-spammer verantwortungsvoller mit Updates umzugehen. Wenn das nicht reicht, dann bleibt halt nur noch der Weg des Unfollows. Es gibt schlimmeres.

Auch im digitalen Leben kommen wir scheinbar nicht um gegenseitiges Tolerieren herum.

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