Via Sacra: von Lilienfeld nach Annaberg

Langsam verblassen die Erinnerungen an Details des Gewaltmarsches und drohen der Legenbendbildung anheim zu fallen. Mehr als gewollt. Auch das Geplänkel um die Planung für die nächstjährige Wanderung nimmt Gestalt an. Beides Grund genug die Aufarbeitung zu MZ16 fertig zu stellen. Die Geschichtsschreiber scharren ja auch schon in ihren Elfenbeintürmen, Heldengeschichten gibt es heutzutage halte wenige, da braucht es Nachschub.

Tag 3 also. Es war viel Asphalt, sehr viel. Von Lilienfeld aus geht es die B20 die Traisen entlang nach Türnitz. Höhepunkte: das Landesklinikum Lilienfeld (von außen), Fußgängertunnels und die (in der Gruppe organisierte) Medikamentenausgabe. Apropos: geschundene Knie waren keine Ausrede. Wie gesagt: Helden.

Mittags in Türnitz

Mittagessen in Türnitz. Dabei wird ein weiterer Höhepunkt besprochen: ein Türnitzer soll einmal bei der Wiener Austria angeheuert haben, obwohl er lieber bei Rapid Wien spielen wollte oder ist die Austria kläglich in Türnitz im Cup gescheitert? Ich kann es nicht mehr exakt rekapitulieren, jedenfalls war es peinlich für die Austria.

Danach weiter die B20 -eh auf Wanderwegen, aber trotzdem Bundesstraße- nach Annaberg. Höhepunkt: das heitere Raten, hinter welcher Biegung denn endlich Annaberg erscheinen wird. Mein steter Tipp: hinter der nächsten. Irgendwann durchschauen mich alle geplagten Knieträger. Vermutlich haben sie mich  innerlich dafür gesteinigt.

Aufstieg

Dann baut sich tatsächlich Annaberg über uns auf. Es liegt auf einer Anhöhe, ach, was sag ich: auf einer menschenunmöglich erklimmbaren, monumentalen Erhebung unfassbaren Ausmaßes. Wir stapfen dennoch unnachgiebig drauf zu, verkehren sämtliche Erschöpfungszustände ins Gegenteil und stemmen unsere letzten Kräfte gegen diesen Berg. Ich hab dort Skifahren gelernt, der Annaberg kann erbarmungslos sein. Nützt ihm nicht, wir erklimmen ihn, trinken mit stahlgestählt stolzer Brust flüssiges Manna (Bier). Danach Abendessen. Was nacher passiert, darüber kann ich nicht berichten. Ich war der einzige, der sich nach dem Abendessen ins Bett verfügt hat. Ich vermute, die wahren Abenteuer hab ich in dieser Nacht verpasst. Schwächling halt. Aber morgen, Kinder, morgen wird’s was geben: die Ankunft!

Fazit

Etwas langweilige, wenn man sich auf den Weg bezieht. Allerdings in der richtigen Gruppe: ein Tag, den ich keinesfalls missen möchte.

 

 

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