Inception – very well done, mr. nolan

König Fußball ist noch im Winterschlaf. Also viel Zeit für ausgiebigen Medienkonsum. Einen aktuellen Blockbuster möchte ich euch ans Herz legen, weil ich ihn für aussergewöhnlich halte: Inception.

Inception

Es ist angerichtet

Wenn ich Producer spielen könnte würde ich folgende Künstler an einen Tisch bringen: DiCaprio als Mimen, Christopher Nolan für Regie und Drehbuch und Hans Zimmer für den Score. Oh ja, mein Wunsch wurde erhört!  Oft gehen solche „Traumbesetzungen“ gehörig in die Hose. Nicht diesmal.

Traumbild

Sehr bildgewaltig, aber nicht zu opulent, wird der Zuseher sehr schnell in den Bann und die eindringliche Welt des Filmes gesogen. Der Score und das Farbschema erzeugen eine dichte, heimelige Atmosphäre, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Auch nicht wollte.

„We create the world of the dream“

Die Geschichte handelt von der Annahme, dass es möglich sei, gemeinsam zu träumen um an Informationen des Unterbewusstseins heranzukommen.  Daraus entspinnt sich der Plan den umgekehrten Weg zu gehen und Gedanken zu einzupflanzen. Geschickt dreht sich der Plot immer tiefer und tiefer ohne dabei undurchschaubar zu werden. Der Spannungsbogen hat mich zweieinhalb Stunden vor den Schirm gefesselt.

Cast

Die schauspielerische Leistungen sind unauffällig bis makellos. Geradezu selbstverständlich wirken die handelnden Personen. DiCaprio subjektiv wie nur was:  ma-kel-los. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ihn für ein großes Talent halte? Auch Joseph Gordon-Levitt möchte ich hervorheben. Er mir seit 500 Days of Summer ans filmische Herz gewachsen ist.

Das aufregende Ergebnis

Was soll ich sagen? Christopher Nolan hat mir nach Batman Begins,  Dark Knight und vor allem Memento wieder einmal über 2 Stunden fabuloses Filmvergnügen beschert. Üblicherweise ist mein sehr simples Kriterium an einen Streifen: War es die Zeit wert oder nicht? Diesmal fällt das Urteil ein wenig überschwänglicher aus: awesome! awesome to the max!

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Nachtrag auf dem iPhone

Passend zum Film gibt es eine kostenfreie App für das iPhone. Kopfhörer, Mikro und Sounds generieren Dir Deinen eigenen Klangteppich. Eine witzige kleine Spielerei.

Facebook und der kleinste gemeinsame Nenner

Back to Zuckerberg-Country

Da war es wieder. Dieses heimelige Gefühl beim durchscrollen der sog. „Startseite“. Nach 6 Monaten Abstinenz war ich wieder zurück in Zuckerberg-Country. Warum war ich weg? Weil mir die Sinnhaftigkeit abhanden gekommen war. Was hab ich gesucht, als ich wieder einen Account anlegte: Sinn.

Bekannte Bedenken

Von überall her versucht mir Facebook das Gefühl zu vermitteln, ich wäre hier gut aufgehoben. Da fliegen mir auch schon Fotoalben von Freunden zu. Was hab ich die vermisst! Ich muss nur noch das Passwort meines Email-Providers angeben schon würden automatisch meine Freunde gesucht. Gesucht und deren Emailadressen unwissentlich gespeichert und weiterverkauft. Oder so. So richtig Auskunft gibt es da vom Betreiber nicht. Da war es wieder. Dieses ungute Gefühl in der Magengegend. Nun ja, das Thema Datenschutz und der schludrige Umgang damit ist ein eigenes Thema und soll ein ander mal behandelt werden.

Gemischtes Doppel in der Freundesliste

Wen hab ich nach 3 Wochen Facebook in meiner Freundesliste: Meine Frau, Arbeitskollegen,  Ex-en, richtige Freunde, zufällige Bekanntschaften aus dem Netz,  Freundesfreunde,  Nachbarn, ehemalige Schulkollegen.  Wie soll ich die alle unter einen Hut bringen?  Die wenigstens haben etwas miteinander zu tun. Schon gar nicht kennen sie sich.  Also keine geschlossene Gruppe, in der jeder jeden kennt. Es gibt die Möglichkeit zu gruppieren. Das ist in der Benutzung so umständlich, dass die Vermutung naheliegt, es soll so kompliziert sein. Damit ich es nicht benutze. Bl0ße Vermutung.

Zeig mir dein Gesicht

Ich nehme mir den Luxus heraus verschiedenen Menschen verschiedene Aspekte meiner Persönlichkeit zu zeigen. Nicht aus Bosheit. Es ist einfach so. Oder verhältst Du Dich Freundesfreunden gegenüber gleich wie Arbeitskollegen oder Deinem besten Freund gegenüber? Mir gelingt das nicht. Möchte ich auch gar nicht. Jetzt ist es aber so, dass ich auf Facebook nur Informationen und Status-updates posten kann, die alle lesen können/sollen. Was ergibt sich daraus? Updates, die an der Oberfläche bleiben. Da war es wieder. Dieses Gefühl, dass unterm Strich ausser Oberflächlichkeiten nicht viel raus kommt. Nach einem Sinn suche ich noch …

Klarstellung

Nicht falsch verstehen: ich geh mit dem System Facebook ins Gericht. Meine Kontakte hingegen sind mir sehr wertvoll und ich wünschte, ich hätte mehr Gelegenheit persönlich Zeit mir ihnen zu verbringen.