Eigentlich wollte er nur spielen

Gestern abend. Mausezahn und ich warten vor dem Aufzug. Tür öffnet. Frau Nachbarin und ihr kleines Hunderl, ein drahtiger Whippet, kommen zum Vorschein.“Guten Abend!“  Hunderl kommt schnurstracks auf Mausezahn zu und schnuppert. Praktischerweise befinden sich deren beider Nasen auf gleicher Seehöhe. Genau an dieser Stelle hätte die Geschichte enden sollen. So war es aber nicht.

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Engelke und die Quote

Twitter, Facebook und Co. „Ich finde das alles total schrottig und verfluche den Tag, an dem dieser ganze Dreck kam.“ So wird Entertainerin Anke Engelke auf DWDL.de kürzlich zitiert. Weshalb sie das so sieht, erklärt sie natürlich auch: „Es lenkt vom Wesentlichen und vom sozialen Miteinander ab. Das ist für mich totale Zeitverschwendung.

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foursquare & twitter in trauter Zweisamkeit?

„Location-Based social network-site“ wird der ortsabhängige Service auf Wikipedia definiert. Genau dieser sorgt bei einigen Twitterusern für Ärgernis in ihrer Timeline.

Worum geht es?

foursquare bietet einen Service an, der es Usern ermöglicht sich mittels GPS-fähigen Geräten in virtuellen Örtlichkeiten (Lokale, Ämter, Busstationen, whatever) einzuchecken, sprich: anzumelden. Sogleich erfahren alle Kontakte, die das foursquare-system nutzen, wo man ist. Das ganze garniert mit einem Zielerreichungssystem, in dem sogenannte Badges für besondere Leistungen (zb machen einen 25 Anmeldungen zu einem ‚Explorer‘ Wooohoooo!!) verliehen werden.

So weit so gut. Und twitter?

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Zucker the Berg

Wer ist Mark Zuckerberg? Natürlich. Der Erfinder von Facebook. Oder auch nicht. Technisch wurde die Frage von den Anwälten beantwortet und soll auch im Film erzählt werden. Spielt aber eigentlich eine untergeordnete Rolle.

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Nachmittags im Naturhistorischen Museum

Aktuelle Studien stellen fest: unsere Kinder sind zu dick, zu besoffen und leiden unter Gewalt. Und das alles schon im Kindergarten. Die arme. Also, Gegenmaßnahme. Kultur gemixt mit Tieren und Apfelsaft. Auf ins Naturhistorische Museum!

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Hochglanz Hangar 7

Er lag auf der Heimreise vom Urlaub und auf der Das-möchte-ich-2011-erleben-Liste: Hangar 7. Ein für die Flying Bulls errichteter Glas-Stahl-Koloss. Am Rande des Salzburger Flughafens gelegen. Gut erreichbar. Parkplatz vor der Haustür. Freier Eintritt. Ein Abstecher. Read More

Der fischt schon wieder!

Noch vor eingien Monaten warb eine andere große Lebensmittelkette erfolgreich  mit ihren Gratis-Pickerln  (Neudeutsch: Sticker) mit Tiermotiven fürs liebe Kind. Aktuell startet ein Mitbewerber eine ähnliche Aktion Auch hier warten die kleinen Wonneproppen an der Kasse  auf  die Aufkleber. Schämt’s euch!

Worum geht’s?

Abhängig vom Einkaufsvolumen werden Aufkleber und zugehöriges Heft ausgeteilt. Die Kinder finden das lustig. Sind ja auch wirklich sehr bunt und schön anzusehen. Aber eben ein Schmäh.  Da wird schon mit der Kundschaft an der Nebenkasse gedealt. In der S-Bahn, im Kindergarten, Volksschule, Spielplatz,… Soweit so gut. Oder auch nicht. Denn da beginnt das Dilemma aus meiner Sicht:

No Pickerl, no Deal

Wenn der Sprössling keine Pickerl zum Tauschen hat, wird er schnell zum Außenseiter. Nicht schlimm. Nicht schlimm für Eltern. Kinder sind da nicht so begeistert. Also, auf zum Papa und diplomatisches: „Ich will auch Pickerl! Fahren wir zum xxx“ auffahren.  Jetzt beginnt die Diskussion warum wir dann nicht stanta pede zum erwähnten Lebensmitteldealer fahren. Mangelnde Lebensmittelknappheit ist da kein Argument. Wie gesagt. Ein Dilemma. Ein möglicher Ausweg: Den nächsten planmässigen Einkauf beim Pickerlg’schäft abhalten. Nein. Mit Sicherheit nicht.  Da lass ich dann mein inneres Kind raushängen. Und das neigt zum Trotzen.

Nicht mit uns

Wer auch immer glaubt, er kann meine Kinder gegen mich verwenden um sie schon im Nicht-Führerscheinfähigen Alter zu Konsum-Enten zu machen, der muss sich schon andere Kundschaft suchen! Was auch für all jene Papier-CD-Kette gilt, dessen Kassenbereich einem Kleinkinder-Zuckerl-Snicker-Überraschungsei-Minenfeld gleicht. Ohne eine Diskussion (wenn im Idealfall auch kurz) gibt’s da kein Vorbeikommen.  Ärgerlich. Ausweg: Meiden.

Ihr bekommt eure Chance schon noch

Also, lockts nicht meine Kinder. Der Papa sieht es als seine Pflicht sie vor euren Angelversuchen zu bewahren. Zumindest bis die Taschengeldära angebrochen ist. Wenn euch etwas an den kleinen Konsumenten liegt, dann bitte mit Qualität ködern. Dioxin zB schädigt nicht nur mein Vertrauen nachhaltig.

Inception – very well done, mr. nolan

König Fußball ist noch im Winterschlaf. Also viel Zeit für ausgiebigen Medienkonsum. Einen aktuellen Blockbuster möchte ich euch ans Herz legen, weil ich ihn für aussergewöhnlich halte: Inception.

Inception

Es ist angerichtet

Wenn ich Producer spielen könnte würde ich folgende Künstler an einen Tisch bringen: DiCaprio als Mimen, Christopher Nolan für Regie und Drehbuch und Hans Zimmer für den Score. Oh ja, mein Wunsch wurde erhört!  Oft gehen solche „Traumbesetzungen“ gehörig in die Hose. Nicht diesmal.

Traumbild

Sehr bildgewaltig, aber nicht zu opulent, wird der Zuseher sehr schnell in den Bann und die eindringliche Welt des Filmes gesogen. Der Score und das Farbschema erzeugen eine dichte, heimelige Atmosphäre, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Auch nicht wollte.

„We create the world of the dream“

Die Geschichte handelt von der Annahme, dass es möglich sei, gemeinsam zu träumen um an Informationen des Unterbewusstseins heranzukommen.  Daraus entspinnt sich der Plan den umgekehrten Weg zu gehen und Gedanken zu einzupflanzen. Geschickt dreht sich der Plot immer tiefer und tiefer ohne dabei undurchschaubar zu werden. Der Spannungsbogen hat mich zweieinhalb Stunden vor den Schirm gefesselt.

Cast

Die schauspielerische Leistungen sind unauffällig bis makellos. Geradezu selbstverständlich wirken die handelnden Personen. DiCaprio subjektiv wie nur was:  ma-kel-los. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ihn für ein großes Talent halte? Auch Joseph Gordon-Levitt möchte ich hervorheben. Er mir seit 500 Days of Summer ans filmische Herz gewachsen ist.

Das aufregende Ergebnis

Was soll ich sagen? Christopher Nolan hat mir nach Batman Begins,  Dark Knight und vor allem Memento wieder einmal über 2 Stunden fabuloses Filmvergnügen beschert. Üblicherweise ist mein sehr simples Kriterium an einen Streifen: War es die Zeit wert oder nicht? Diesmal fällt das Urteil ein wenig überschwänglicher aus: awesome! awesome to the max!

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Nachtrag auf dem iPhone

Passend zum Film gibt es eine kostenfreie App für das iPhone. Kopfhörer, Mikro und Sounds generieren Dir Deinen eigenen Klangteppich. Eine witzige kleine Spielerei.

Facebook und der kleinste gemeinsame Nenner

Back to Zuckerberg-Country

Da war es wieder. Dieses heimelige Gefühl beim durchscrollen der sog. „Startseite“. Nach 6 Monaten Abstinenz war ich wieder zurück in Zuckerberg-Country. Warum war ich weg? Weil mir die Sinnhaftigkeit abhanden gekommen war. Was hab ich gesucht, als ich wieder einen Account anlegte: Sinn.

Bekannte Bedenken

Von überall her versucht mir Facebook das Gefühl zu vermitteln, ich wäre hier gut aufgehoben. Da fliegen mir auch schon Fotoalben von Freunden zu. Was hab ich die vermisst! Ich muss nur noch das Passwort meines Email-Providers angeben schon würden automatisch meine Freunde gesucht. Gesucht und deren Emailadressen unwissentlich gespeichert und weiterverkauft. Oder so. So richtig Auskunft gibt es da vom Betreiber nicht. Da war es wieder. Dieses ungute Gefühl in der Magengegend. Nun ja, das Thema Datenschutz und der schludrige Umgang damit ist ein eigenes Thema und soll ein ander mal behandelt werden.

Gemischtes Doppel in der Freundesliste

Wen hab ich nach 3 Wochen Facebook in meiner Freundesliste: Meine Frau, Arbeitskollegen,  Ex-en, richtige Freunde, zufällige Bekanntschaften aus dem Netz,  Freundesfreunde,  Nachbarn, ehemalige Schulkollegen.  Wie soll ich die alle unter einen Hut bringen?  Die wenigstens haben etwas miteinander zu tun. Schon gar nicht kennen sie sich.  Also keine geschlossene Gruppe, in der jeder jeden kennt. Es gibt die Möglichkeit zu gruppieren. Das ist in der Benutzung so umständlich, dass die Vermutung naheliegt, es soll so kompliziert sein. Damit ich es nicht benutze. Bl0ße Vermutung.

Zeig mir dein Gesicht

Ich nehme mir den Luxus heraus verschiedenen Menschen verschiedene Aspekte meiner Persönlichkeit zu zeigen. Nicht aus Bosheit. Es ist einfach so. Oder verhältst Du Dich Freundesfreunden gegenüber gleich wie Arbeitskollegen oder Deinem besten Freund gegenüber? Mir gelingt das nicht. Möchte ich auch gar nicht. Jetzt ist es aber so, dass ich auf Facebook nur Informationen und Status-updates posten kann, die alle lesen können/sollen. Was ergibt sich daraus? Updates, die an der Oberfläche bleiben. Da war es wieder. Dieses Gefühl, dass unterm Strich ausser Oberflächlichkeiten nicht viel raus kommt. Nach einem Sinn suche ich noch …

Klarstellung

Nicht falsch verstehen: ich geh mit dem System Facebook ins Gericht. Meine Kontakte hingegen sind mir sehr wertvoll und ich wünschte, ich hätte mehr Gelegenheit persönlich Zeit mir ihnen zu verbringen.