Ambari: Adding Data Node failed

After adding adding a DataNode on a fresh added host/node to the ambari hadoop-cluster, the startup of the datanode failed.

The log says: „Path xxx should be specified as a URI in configuration files

Quite strange since it is a clean node, i just added after installing the OS (CentOS 6.6)

The solution i found:

  • -umount the hdfs-data-partition
  • format it
  • mount
  • start the DataNode

Don’t know if it was coincidence, because it doesn’t make any sense to me, but it worked out.

 

Ambari: 1.7

HDFS: 2.6.0.2.2.0.0

Neulich beim Volkstheater

Geh Kurti, druck, die U-Bahn kommt glei! Mir san eh scho t’spät dran. Zu de Rotarier geh i noamoi zum Glühweinbechern. Wegen an gehst  hin und dann bleibst hängen auf fünfe. Aber wenigsten fürn guten Zweck. Gö Kurti? Und jetzt druck endlich!

Kurti drückt den kalten Metallknopf, der die Liftkabine nach unten schickt.

Heast Gittl! Schau! Do liegt ana? Die Kabinentür schließt sich.

Gittis Augen weiten sich, reflexartig macht sie einen Satz zurück. Sie wendet sich ab, sieht durch die gläserne Außenwand der Kabine. Schau weg Kurti, zischt sie ihren Mann an. Der Lift setzt sich in Bewgung. Gitti schließt die Augen, prüft den Sitz der Frisur.

Owa, der rührt si ned. Soitma die Rettung ruafn?

Des is a Sandler! Der warmt sie do herinnan nur auf. Auf meine Kosten. Oder glaubst, er hot an Foaschein?

I bräucht doch nur den Notruf über den roten Schalter…

Kurti! Untersteh di! herrscht Gitti ihn an, es wird si scho jemand kümmern. Hätt jo ned saufen miassn.

Der Lift kommt am Bahnsteig zu stehen. Die Tür öffnet sich, Gitti verlässt die Kabine, Kurtis Blick wird wie ein Magnet von dem Häufchen Elend angezogen, wie ein Autounfall, der bereits passiert ist. Kurti, komm jetzt!

Silvester

Silvester ist, wenn dich Klugscheisser darüber belehren, dass es Silvester und nicht Sylvester heißt. Wenn die einen ballern  und die anderen darüber sudern, wenn Blei gegossen wird und man sich gegenseitig „einen guten Rutsch“ zuruft und man sich „drüben“ sieht. Holla. Ja und wenn Rückblicke geschrieben werden. Seitenweise.

Das alte Jahr revue passieren las… egal. Nein. Mach ich nicht. Reflexion passiert immer dann, wenn es nötig ist und das ist es öfters, nicht nur Ende Dezember. Vieles bleibt privat, einiges verlässt meinen Kopf und manches davon halte ich hier im Blog fest.

Ich sollt mich jetzt auch bei dir bedanken und alles Gute für’s „neue“ wünschen. Tu ich auch. Tu ich immer. Nicht weil Silvester ist. Einfach so. Danke und … alles Gute 🙂

Nur eine Minute – Feuerlicht

Vor zwei Wochen war Herbert Grönemeyer bei Willkommen Österreich zu Gast. Am Ende des Interviews durfte er ein Lied trällern. Die Wahl ist auf „Unser Land“ gefallen. Irgendwie keine besonders gute Idee, wenn es sein Ziel war, neue Käuferschichten anzusprechen: es war musikalisch eher … dings. Da war die Wahl bei Lanz schon deutlich besser, dort fiel sie auf „Feuerlicht“. Kein Liebeslied, auch wenn es auf den ersten Blick so daherkommt. Es geht um Sehnsucht. Sehnsucht nach Sicherheit, aus der Sicht von Flüchtlingen. Einfach selber reinhören. Lohnt.

Hast du noch Liebe irgendwo,
Steht vielleicht ein bisschen rum?
Ich bin der ungebetene Gast,
Zersplittert und verstummt
Mein Ass im Ärmel ist durchnässt,
Mein Ass im Ärmel ist mein letzter Rest

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=WnSRiEc_KnY&index=6&list=UU7tl6gNOz61w0MGpAJnAnTQ[/youtube]

War Privatheit gestern?

Ob er mir davon auch persönlich erzählt hätte? Von seinen Peinigern, die ihn als Kind nach Strich und Faden verdroschen haben. Auge in Auge hätte er wohl seine Schwierigkeiten damit, sein Innerstes hervorzukehren, in all seinen Facetten. Zum Beispiel von der gelben Schiene für Miniaturautos, mit der er verdroschen wurde. Ich glaube nicht. Wir kennen uns nicht einmal, wir sind uns nie begegnet und trotzdem schreit mich das Geständnis von allen Seiten an: lies mich! Hin und wieder sehe ich ihn im TV, von „kennen“ kann keine Rede sein. Er hat mich vermutlich noch nie gesehen. Und trotzdem teilt er seine Scham mit mir und jedem, der das möchte. Ich möchte das nicht, er fragt nicht.

Mit dieser Beklemmung befinde ich mich nicht in der Mehrheit, denn die johlt und beklatscht so viel Mut und Offenheit. Weil die Welt jetzt eine bessere ist? Zumindest half der Text vielen, ihre eigenen Dämonen sichtbar werden zu lassen: plötzlich erfahre ich via Twitter von Nazi-Schergen, die Opas verdroschen haben, von Gürtelschnallen, die auf Rücken herniedergedonnert sind, von seelischen Wunden, die wohl nie wieder heilen werden.

Warum tut man das? Was steht hinter einem solchen öffentlichen Zurschaustellung? Schaut her, was mir widerfahren ist? Schaut her, was trotzdem aus mir geworden ist? Schaut her, wie ich mich trotzdem herausgewurschtelt hab? Was es auf jeden Fall schreit: schaut her!

Mir fällt es immer noch schwer die Motivationen zu ergründen, warum Menschen so lustvoll die Grenzen zwischen innen und außen auflösen. Reicht es nicht, dass das ohnehin von Geheimdiensten und Konzernen tagtäglich äußerst effizient versucht wird? Die freiwillige Aufgabe der Privatheit rückt näher als mir lieb ist. Postprivacy, ick hör dir trappsen.

Metallica besingt es. Attwenger auch.

Obwohl es heute um die Beantwortung zweier Fragen geht, die mich länger schon beschäftigen, wird es ein wenig graußlich. Oder deshalb. Es wird um Lulu gehen. Immer noch da? Gut, dann die Fragen: Erstes will ich wissen, warum man immer dann pinkeln muss, wenn man gerade ins Schwimmbecken gestiegen ist und zweitens, nein, später.

Du kennst das: steigst Stufe für Stufe ins warme Thermalbecken, genießt die angenehme Wärme und schon drückt die Blase. Immer. Warum ruft die Wildnis genau zum unbrauchbarsten Zeitpunkt? Eine Kindersendung klärt auf: mit zunehmenden Wasserdruck steigt auch der Blutdruck im Körper. Das findet das Herz nicht soooo toll und versucht entgegen zu wirken, indem es Flüssigkeit aus dem Blut rausbringen möchte um den Blutdruck zu verringern. Das geht am schnellsten durch Entwässerung. Also: Wasser marsch! Dass das bei so ziemlich jedem Wassergänger so abläuft lässt sich am entspannten Gesichtsausdruck erkennen. Was mich zur nächsten (aber nicht geplanten) Frage führt: warum gehen die Schweindl nicht aufs Klo?

Die Frage nach dem Harndrang im Schwimmbad führt mich zur zweiten: Macht das ewige Hineinlulu der Saupatln etwas aus? Ich mein, ist die gepinkelte Menge im Gegensatz zum Wasser im Becken nennenswert? Attwenger besingt das im Lied Kaklakariada:

bitte sads so guat und stöllts eich in am Schwimmbod aufn Bodn,
und pinkelts bis zum Hois eich olle gegenseitig on,
und dann tauchts nu amoi unta, und dann nehmts an schluck davon

Ein unschönes Bild, das da gezeichnet wird. Nichtsdestotrotz hab ich versucht auszurechnen, wie lange das dauern würde, bis einem das ganze wirklich bis zum Hals stehen würde. Berechnet hab ich das im Kopf während ich im Thermalwasser herumgelungert bin. Daheim hab ich es nachgerechnet. Was gut war, weil die Kopfrechnung zwar eine gute Übung war, aber leider gänzlich falsch.

Annahme: 20 Personen pinkeln jede Stunde 100 ml in ein Becken mit den Abmessungen 15m x 6m x 1.7 m. Also 20 Pax schaffen 2 Liter pro Stunde. In das Becken passen ca 153.000 Liter. Also ist es nach 8,7 Jahren voll. Wenn man dann noch die Verdunstung miteinbeziehen würde, dann wär das Ergebnis kaum der Rede wert.

Damit hätte ich zwei Fragen geklärt, die mir manchmal im Kopf herumgeistern. Ob ich selber auch ein Beckenludler bin? Geht euch gar nix an.

 

Update 15.12.2014

Paul Windle vom Wirde-Magazin treibt die Frage mit dem Ludeln anscheinend auch an. Er fragt sich, was denn passieren würde, wenn die gesamte Menschheit gleichzeitig ins Meer pinkelte. Achtung Spoiler: nix würd passieren, gar nix. Das größe Problem wäre, alle Menschen an den Strand zu kriegen; mit gleichzeitig ist da gar nichts. Hinter jedem, der eine Stange Wasser ins Meer hält stünde eine Schlange von 250  anderen. Ob die solange zurückhalten könnten, ist wieder eine andere Frage. Was passiert eigentlich, wenn man ewig zwickt? Geht die Blase dann kaputt? Hat das schon jemand erötert?

Eh

Ich geh schnell zum Billa einkaufen. Frühstück?   Holger druckst herum. Ja bitte, ein Semmerl mit Käse. Er übelegt kurz: Nein, Thunfischaufstrich. Seine Augen leuchten kurz auf, schiebt ein schüchternes wenn das geht? hinterher. Sicher geht das.  Trinken magst nichts? Doch. Holger überlegt, wie er es sagen soll: ein Dreh und Drink wär a Waunsinn.

Wir sind mittlerweile eingespielt wenn es ums Frühstück geht. Und das, obwohl Holger nicht bei mir zu Hause wohnt. Holger wohnt auf der Straße und verkauft dort die Obdachlosenzeitung Augustin. Dann und wann mach ich auf dem Weg zur Arbeit einen kleinen Umweg um mit ihm zu plaudern. Er erzählt von seinen Sorgen und Nöten, von seiner chronischen Krankheit, die seine Sorgenfalten tiefer werden lässt, wenn er an den Winter denkt.

Wenn ich von Holger erzähle, muss ich dem Drang widerstehen Partei für ihn zu ergreifen. Zu rechtfertigen, dass seine chronische Krankheit eh nicht HIV oder Hepatitis ist. Dass er die Wohnung eh schuldlos verloren hat. Mit einem Wort, dass er eh ein Opfer ist. Dann müsste ich aber auch dagegenhalten, dass er in seinem Leben schon Projekte auf die Beine gestellt hat, die mir massig Respekt abnötigen, also eh was geleistet hat. Tu ich nicht. Weil es nicht von Bedeutung ist. Holger hat Hunger und steht mit leerem Bauch auf der Straße. Bedingungen für Hilfe hielte ich für vollkommen unangebracht.

 

Alan just did it

Mit 57 mag man an die Pension denken, oder in Frühpension davon träumen, womit man die Freizeit verplempern könnte. Alan ist auch 57 und  noch lang nicht in Pension. Er ist auf die Idee gekommen im Überschall auf die Erde zuzusasen, im freien Fall. Gemeinsam mit einem Forschungsteam hat er das auch durchgezogen. Ein Reporter war dabei, es gibt ein kurzes Video, drei Rekorde wurden gebrochen und die Welt wurde informiert. Danach.

 J. Martin Harris Photography/Paragon Space Development Corporation

J. Martin Harris Photography/Paragon Space Development Corporation

Einen gewissen Felix wird das furchtbar wurmen. Weil die Welt gesehen hat, dass es auch ohne viel heißer Luft geht, solch eine Leistung zu bringen, genauer gesagt: sie zu übertreffen. Es braucht kein Marketingunternehmen, das sich ein Zirkuspferd sucht und die Grenzerfahrung als Kampf auf Leben und Tod inszeniert, das die Mondlandung als one small step darstellt.

Die Leistung an sich: top. Keine Frage, der Sprung aus über 40 km Höhe ist kein Lercherlschas. Es liegt mir fern, so ein Bild zu zeichnen. Es lässt sich aber eines zeichen, in dem Marketing keine bedeutende Größe darstellt. In dem es jahrelange Vorbereitungen aber kein Theater gibt. In dem man nichts über das Drama des Helden erfährt, der dem psychischen Druck nicht standhielt. Kein Hochglanzbild, in dem die Weltraumforschung gerade neu erfunden wird.

Nicht einmal die Kapsel war notwendig, erachteten die Entwickler des aktuellen Sprungs. Rein in den Raumanzug, an den Ballon hängen und warten, bis er die passende Höhe erreicht hat, durchschneiden und runtersausen.

Die Welt ist auf das Theater reingefallen und hat sich beeindrucken lassen. Die Inszenierung war wichtiger als die Leistung. Das Image wichtiger als der Dosensaft. Das muss nicht sein. Wusste schon die griechische Göttin des Sieges.