Diese Jugend!

Diese Jugend!

Ein Meme auf Facebook. Ein Foto auf dem eine weitläufige Wiese zu sehen ist, darauf verstreut liegen Flaschen, Dosen, im Wind flatternde Zelte, kurz Müll. Ein devastiertes Festivalgelände nach einem Festival. Der sinngemäße Text: „Eine Generation, die nicht mal hinter sich aufräumen kann, soll unsere Welt retten?“ Besonders witzig oder klug fand ich das Bild nie. Da wollte halt jemand ein paar Gefällt-mir Strokes für eine superlustige Idee. Gewurmt hat mich die Haltung schon.

Heute springt auch die Presse auf diesen Zug auf. Nach dem Frequency Festival ist wieder häufig Müll zurückgelassen worden. Ca 300 Tonnen Dreck, Sperrmüll, der von den Partypeople verursacht und liegen gelassen wurde. Unpackbar eigentlich. Man könnte sich auf die Suche nach Ursachen machen, etwas Empathie ihren Laufen lassen, ergründen, was eine Menge dazu treibt, sich so zu verhalten.

Oder man begibt sich in geistige Altherrenhaltung: Da schaut her, das machen also die Fridaystreiker den Rest der Woche: Dreck. Zu blöd oder zu faul sich um die Umwelt zu kümmern. Und die sollen unseren Planeten retten? Jetzt, da wir ihn so weit an die Wand gedrängt haben, dass der Spielraum denkbar gering geworden ist. Tipping Points hinter jeder Ecke. Jahrelang haben wir in Saus und Braus gelebt, jede Warnung als Hirngespinnst grüner Ideologen abgetan, die Erde als Mistplatz verwendet, ausgelaugt, über ihre Verhältnisse gelebt. Und die Suppe sollen diese Kasperl auslöffeln? Dass ich nicht lache!

Zynischer geht es kaum, ihr alten Säcke.

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