|

Hoerbuch to like. And podcasts

Hörbücher (und Podcasts) funktionieren für mich als Kopfkino sehr gut. Manche davon bleiben mir so stark in Erinnerung, dass ich sie gerne empfehlen möchte. Dazu dient diese Seite, die im Bedarfsfall erweitert wird.

Die Reihung ist chronologisch, Wertung im Text. Für alle Einträge gilt: sind sie online, sind sie empfohlen.

Here we go:

Faking Hitler

Faking Hitler, Stern

Was in den 1980er Jahren der hice Shice war, ist relativ spurlos an mir vorüber gegangen, weil ich schlicht zu jung dazu war, um mich zu interessieren: die Hitlertagebücher plus Blamage des Stern. Immerwieder sind sie kurz aufgetaucht aber nie greifbar. Jetzt hat sich der Stern seiner Vergangenheit gestellt und einen 10-teiligen Podcast daraus gemacht.

Besonders beeindruckend sind dabei die originalen Tonbandaufnahmen zwischen Journalist Gerd Heidemann und Fälscher Konrad Kujau. Sie wurden ausgesucht und zu einer spannenden Dokumentation verwoben.

Als Abrundung hab ich mir noch die filmische Version von Helmut Dietl angsehen, in der er mit dem Skandal der Hitlertagebücher auf seine Art abrechnet: Schtonk. Skurriles Detail: nach eigenen Aussagen musste Dietl den einen oder anderen abenteuerlichen Fakt glätten oder weglassen, weil ihm das sonst nie jemand geglaubt hätte, wie blöd einer sein kann 🙂

Der Orientzyklus

In Buchform warb Karl May auf verlorenem Posten um meine Gunst für seine Abenteuer. Dabei war jeder brave Bub Omas Liebling, wenn er die Abenteuer in grünem Leineneinband zu vervollständigen suchte. Ich hab mein Taschengeld lieber für die wöchentliche Mickey Mouse ausgegeben.  Oder Schallplatten, damit war ich zu locken. Beinahe täglich hat die Plattennadel wunderbare Geschichten vom Vinyl gekratzt und mir in den Kopf gezaubert. Da waren dann auch Winnetou und Old Shatterhand Helden. Genau genommen war es Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah, der mich beeindruckt hat.

Der spielt auch im Orientzyklus von Karl May eine gewichtige Rolle. Allerdings weit weniger blödelhaft als in den Verfilmungen. Was gut ist. Jedenfalls wurde dieser Romanzyklus  (bestehend aus Durchs Wilde Kurdistan, Von Bagdad nach Stambul, In den Schluchten des Balkan, Durch das Land der SKipetaren und Der Schut) vom WDR 2006 zu einer beachtlichen Hörbuchproduktion verwoben.

Dabei herausgekommen sind 12 Stunden atmosphärisches Abenteuer. Erzählkraft der Sprecher und Vertonung haben es immer wieder geschafft, mich ganz dicht an die Geschichte heranzuholen. Großes Kopfkino über Freundschaft, Treue und Mut. Ein wilder Ritt durchs wilde Kurdistan. Oh lucky me!

Der WDR hat die Produktion zum Download angeboten, allerdings zeitlich begrenzt. Hurtig zugreifen!

Ähnliche Beiträge

  • Meistens

    Bob Dylan ist ein ganz großer! Ich kenne nicht viel von ihm, aber ich kenne „Most of the Time“ und das reicht mir für so eine Einschätzung. Er besingt in dem Lied vordergründig seine Souveränität tatsächlich aber seine schwachen Momente. Es ist so glaubhaft, so authentisch, wie es nur Liedermacher im Stande zu schreiben sind. Es…

  • Auf dem Asphaltweg

    „Wenn es das Drei-Liter-Auto gäbe, ich würde ja eh damit fahren“ Bis dahin muss er sich mit der 10l-Variante abfinden. Mein Kollege hat seine persönlichen Klimaschutzziele hoch gehängt. Oft unerreichbar hoch. Altruismus und Bequemlichkeit sind halt nicht die dicksten Freunde. Das gilt nicht nur auf persönlicher Ebene, auch Kommunen sind davor nicht gefeit. Meine Wohngemeinde…

  • Holler am Höbersbach

    Jetzt, wo wir mit Hollersaft total im Bobotrend liegen, haben wir uns wie jedes Jahr auf den Weg zum Höbersbach gemacht. Abgesehen von den -nicht verlausten- Blüten haben wir ein paar Eindrücke mitgebracht. Have fun! Wohin wir müssen, wenn nächstes Jahr dann Cashewpaprikaschaum im Trend liegt, weiß ich allerdings noch nicht. Erwarte Unterstützung.   [sgpx…

  • Alte Bäume

    Neger? I sog des seit 60 Joa. Des deaf ma jetzt jo a nimma. I man des jo ned bös! Beim letzten Satz scheint seine Stimme etwas dünner. Obwohl ich mit dem langjährigen Mitglied der Rapidfamilie immer noch per Sie bin, gleitet das Telefonat in diese persönliche Richtung. Warum soll i des ned dürfen?, fragt…

  • #MZ16 – Die Vorbereitung

    Morgen 10:00 Uhr, Paulanerkirche, Etappe 0. Weil warum? Etappe 1 der Via Sacra von Perchtoldsdorf nach Weißenbach/Triesting ist zu heftig, weil Anreise aus den Bundesländern. Darum Ausweichvorschlag zur Verkürzung auf  Heiligenkreuz nach Weißenbach/Triesting. Der Ehrgeiz besteht aber auf gesamte Strecke, darum morgen seperater Prolog.  Damit dieser nicht zu kurz gerät hat ein findiger, internetkundiger, übermotiverter…